Mauerpark Fertigstellen unterstützt die Mauerpark-Stiftung Welt-Bürger Park
Die Initiative Mauerpark Fertigstellen konzentriert ihre Tätigkeit aktuell darauf, die Mauerpark Stiftung Welt-Bürger Park in ihrem Engagement Gelder für einen unbebauten Mauerpark einzuwerben, zu unterstützen. Für Informationen und Aktuelles besuchen sie bitte http://welt-buerger-park.de/.
Samstag den 07.Mai, 14-18 Uhr im Amphitheater / Mauerpark Vollversammlung
Nächsten Samstag gibt es eine große Versammlung im Amphitheater des Mauerparks mit offener Rednerliste und musikalischen Zwischenspielen. Die neu gegründete Mauerpark Stiftung Welt-Bürger Park läd ein über bestehende Probleme, Lösungsperspektiven, Anregungen und Kritik bezüglich des lange bestehenden Problems eines nur zur Hälfte fertigen Parks und der möglichen Gefahr seiner Bebauung zu reden und zu diskutieren.
Auch die BI Mauerpark Fertigstellen wird an der Versammlung teilnehmen und wir würden uns über ein reges Interesse an der Problematik und der möglichen Perspektive die Mittel für den Ankauf über eine Stiftung teils selbst zu sammeln, welche wir selbst tatkräftig unterstützen, freuen
Bis hoffentlich Samstag
BI Mauerpark Fertigstellen
(22.02.11)
BI Mauerpark fertig stellen
Notiz "offene" Sitzung Bürgerwerkstatt
Am 21. Februar wurden in einer Sondersitzung die Pläne des von der Vivico ausgelobten Wettbewerbs vorgestellt. Dazu waren auch Vertreter der Vivico und Bezirksverordnete eingeladen. Zudem waren ca. 20 Bürger und mehrere Pressevertreter anwesend. Zunächst versuchte der Moderator die interessierten, aber nicht eingeladenen Bürger sowie die Presse auszuschließen. Es wurde ein Verbot ausgesprochen, Fotos von der Versammlung zu veröffentlichen. Gerade noch rechtzeitig konnte ein anwesender Bezirksverordneter eine Eskalation verhindern, indem er sich dafür aussprach, dass die interessierten Bürger dabei bleiben und mitdiskutieren können, aber nicht mit abstimmen.
So hat der Politiker für den Moderator die Situation gerade noch gerettet und nach 40 Minuten konnte die Versammlung dann inhaltlich beginnen.
Es wurden das Wettbewerbsverfahren und die Entwürfe vorgestellt. Es gibt zwei zweite Plätze und einen dritten Platz. Gegenstand sind das sogenannte nördliche Baufeld (nördlich des Gleimtunnels) und das sogenannte südliche Baufeld angrenzend an die Bernauer Straße. Die Erschließung des nördlichen Baufelds soll über die Gleimstraße westlich neben dem Tunnel erfolgen, ohne Teile des Tunnels abzureißen.
Die Pläne konterkarierten jedoch deutlich die von der Bürgerwerkstatt ausgearbeiteten Leitlinien. Die Bebauung soll – so die Bürgerwerkstatt - dem Park dienen. Die meisten Pläne waren jedoch massiv und sahen eine starke Bebauung, z.B. Bürogebäude und Wohnblocks vor. Weiterhin fordert die Bürgerwerkstatt ein grünes Band neben den Bauten im nördlichen Teil, zwischen dem bisherigen Parkweg, das bis zum Humboldthain reichen soll.
Die Bürgerwerkstatt will nicht nur entlang der vorliegenden Pläne diskutieren, sondern noch mal grundsätzlich neu verhandeln. Es soll u. a. über alternative Modelle parkverträglicher Architektur gesprochen werden. Der anwesende Vertreter der Bündnisgrünen, Frank Bertermann hat nochmals bestätigt, dass seine Fraktion dem Bebauungsplan nicht zustimmen wird, wenn die Bürgerwerkstatt die Stadtentwicklungspläne ablehnt. Damit hätte der Plan dann keine Mehrheit, da bis auf die SPD alle anderen Parteien gegen den Plan stimmen würden.
Auch die anderen großen Parteien waren vertreten und haben Statements abgegeben. Ein Bezirksverordneter des CDU Ortsverbands Wedding machte z.B. deutlich, dass diese Planungen nicht zu einem Verbinden der beiden Ortsteile führen, sondern eine neue abgeschottete Insel für Reiche geschaffen würde.
Die Diskussion war lang und vielfältig. Es ging um die Pläne im Einzelnen, welche Menschen dort wohl einziehen würden, um den Kinderspielplatz an der Wolliner Straße und das Verfahren Bürgerwerkstatt. Mehrere Teilnehmer, unter anderem auch ein Vertreter der Bürgerinitiative Mauerpark Fertigstellen wiesen auf die Gefahr hin, dass es zu einem Aufweichen des versuchten Kompromisses kommen soll - also dass versucht wird, mit den nun vorliegenden Plänen der Bürgerwerkstatt weitere Zugeständnisse abzuringen.
Wie geht es weiter? In zwei Wochen wird es eine Ausstellung der Pläne geben; dort sollen dann weitere öffentliche Diskussionen geführt werden. Die Urteilsbegründung der Jury des städtebaulichen Wettbewerbs soll auch offen gelegt werden.
Am Ende rang die Bürgerwerkstatt um einen Beschluss. Es wurden zunächst unterschiedliche Vorschläge vorgetragen.
Schließlich wurde mit deutlicher Mehrheit entschieden, dass die Bürgerwerkstatt ihre Arbeit fortsetzt. Sie wird sich sowohl mit der Planung der Grünflächen als auch mit der Diskussion um das städtebauliche Verfahren befassen. Hinweise der Antragssteller machten deutlich, dass mit dieser Formulierung die Option offen gehalten wird, sich sowohl mit völlig neuen Plänen als auch mit der Realisierung von Varianten ohne Bebauung zu befassen. Es ist also weiterhin alles offen.
BI Mauerpark fertig stellen
www.mauerpark-fertigstellen.de
Pressekontakte: Christian Rippel 0163/4947216 Thomas Loew 0178/6343364
(17.02.11)
Mauerpark: Die vorgelegten Pläne sind durchgefallen – durchsichtige Strategie der Vivico
VORGELEGTE PLÄNE SIND DURCHGEFALLEN
Um eine Einigung zur Fertigstellung des Mauerparks zu erreichen wird in Betracht gezogen der Immobiliengesellschaft Vivico GmbH auf Teilen der Parkfläche an der Bernauer Straße sowie auf den Flächen nördlich des Gleimtunnels (auch hinter dem Kinderbauernhof) Baurecht einzuräumen. Im Gegenzug soll die Vivico Flächen zur Fertigstellung des Parks an die öffentliche Hand übertragen (Tauschgeschäft).
Eine von der Bezirksverwaltung initiierte Bürgerwerkstatt mit Vertretern aus Wedding und Prenzlauer Berg hat zu den Bauplanungen intensiv Anforderungen für eine sozialverträgliche und städtebaulich adäquate Gestaltung diskutiert und sich im Ergebnis sich auf Leitlinien und Grundsätze geeinigt.
Die Vivico GmbH hat dazu einen städtebaulichen Wettbewerb veranstaltet. Am vergangenen Freitag (11.2.2011) wurden die Entwürfe der Wettbewerbsjury vorgelegt. In dieser Jury sitzen unter anderem Vertreter der Vivico und des Bezirks Mitte. Die vier Delegierten der Bürgerwerkstatt Mauerpark haben die Sitzung vorzeitig verlassen, da massive Bebauungen entlang der Bernauer Straße, sowie nördlich des Gleimtunnels vorgesehen sind. Diese Bebauungspläne widersprechen jedoch deutlich den Zielen einer mauerparkverträglichen Gestaltung der ausstehenden Parkflächen und Umfelds.
DURCHSICHTIGE STRATEGIE DER VIVICO
Einer Bebbauung auf Flächen, die im Flächennutzungsplan längst als Grünfläche, also Park vorgesehen sind, überhaupt zuzustimmen, ist bereits ein Kompromiss, den viele gar nicht eingehen wollten. Nun haben sich einige auf diesen Kompromiss einlassen wollen, unter der Voraussetzung, dass die Bebauung park- und sozialverträglich gestaltet wird. Aber selbst das ist der Vivico offensichtlich nicht genug. Sie ließ nun Pläne für eine massive Bebauung vorlegen. Und wir können davon ausgehen, dass nun gesagt wird: „Naja schauen wir uns doch mal die Pläne und die Anforderungen an und jeder macht ein paar Abstriche…..“, um am Ende einen Kompromiss eines bereits eingegangenen Kompromisses zu erreichen. So würden die Bürger, vor allem auch die Parknutzer weiter über den Tisch gezogen!
VERSAGEN DER POLITIK – DIE BÜRGER SOLLEN ES AUSBADEN
Die Flächen, über die heute verhandelt wird, gehörten fast 70 Jahre der öffentlichen Hand, mal der Reichsbahn, mal dem Bund, mal einer bundeseigenen Gesellschaft. Nachdem der Park geplant und die Flächen als Grünflächen in der Stadtplanung (Flächennutzungsplan) eingezeichnet waren, hätte das Land Berlin sich an den Bund wenden müssen, um sich diese Flächen übertragen zu lassen. Es ist ein Skandal, dass dies verschlafen wurde. Die Pläne für den Mauerpark sind 16 Jahre alt. Erst vor 2 Jahren wurde die bundeseigene Gesellschaft Vivico an einen Finanzinvestor verkauft. Es war lange genug Zeit zu handeln. Nicht nur, aber auch deswegen ist es berechtigt die seit Jahren bekannten Forderungen aufrecht zu halten.
WIR FORDERN WEITERHIN:
Vollständige Fertigstellung des Mauerparks.
Respektierung des gültigen Flächennutzungsplans.
Keine Bebauung von Flächen, die bereits als Grünflächen geplant sind.
Keine Bauprojekte, die den kulturellen Wert, die bisherige Nutzung des Mauerparks gefährden.
Bitte immer den Namen und die Postanschrift angeben und dazu einen individuellen Einwand verfassen.
Gründe könnten sein: Keine weitere Verdichtung, kein Abriss des denkmalgeschützten Gleimtunnels, keine Grünflächenbebauung, keine Schädigung des Kulturstandorts Mauerparks, keine weitere Bebauung historisch sensiblen Gebietes, keine Umgehung des Flächennutzungsplanes Berlins, keine Umgehung des Bürgerwillens etc etc.
Neuester Mauerpark Plan - Bezirk versucht Flächennutzungsplanänderung zu umgehen
Der Bezirk Mitte, geführt von der Zählgemeinschaft von Bündnis 90/ Die Grünen und der SPD versucht nun diesen neuen zwar abgespeckten, aber immernoch mit immenser Bebauungsfläche versehenen Bebauungsplan für den Mauerpark im Bezirk durchzusetzen. Das brikäre hierbei ist, dass die beiden Fraktionen einen normalen demokratischen Prozess, bei dem die Bürger mit bei der Entscheidung mit einbezogen würden, mit der Umgehung der Änderung des Flächennutzungsplanes aus dem Weg gehen wollen. Der Mauerpark wurde 1994 vom Abgeordnetenhaus Berlin mit einer Flächennutzungsplanänderung zu einer gesicherten Grünfläche und soll nun über einen nur gewöhnlichen Bebauungsplan in Bauland umgewidmet werden.
Wir sagen ganz klar, dass dies einen sehr traurigen Vorgang darstellt und die Erkenntnis der Fraktionen bestätigt, dass sie die Mehrheit der umliegenden Bewohner der Kieze nicht hinter sich haben und sich so vor den demokratischen Einwänden, die bei einer FNP-Änderung eingereicht werden könnten, entziehen wollen.
Wir erwägen gegen diese Vorgehensweise zusammen mit den Naturschutzverbänden zu klagen.
Wir Bürger fordern die vollständige Fertigstellung des Mauerparks auf den geplanten und im Flächennutzungsplan Berlin festgeschriebenen 14 Hektar.
Die noch fehlenden Flächen des 2. und 3. Bauabschnitts drohen jetzt mit 6-10 geschossigen Luxuswohngebäuden bebaut zu werden. Einen Mauerpark wie wir ihn jetzt haben, würde es so nicht mehr geben.
Wir fordern das Land Berlin und den Senat auf, die Fertigstellung des Mauerparks in den kommenden Haushaltsplan aufzunehmen. Faule Kompromisse, wie z.B. den Park nur 10 oder 11 ha fertig zu stellen und eine Bebauung der restlichen Parkflächen zuzulassen, lehnen wir entschieden ab.
Eine Bebauung direkt im Park würde die meisten kulturellen Charakteristika des Parks schaden sowie den Grundgedanken einer Grünfläche, die Ost und West miteinander verbindet zunichte machen.
Der Mauerpark stellt ein geschichtlich, kulturell, stadtsoziologisch, ökologisch und freizeitlich einmaliges und äußerst wichtiges Gebiet dar und gehört uns allen!
WICHTIG: Wir sind dabei ein möglichst großes Netzwerk aufzubauen. Wenn es erforderlich wird viele Menschen z.B. für Unterschriften, zu mobilisieren wollen wir so möglichst viele Befürworter schnell erreichen. Deswegen die Bitte sich oben links in den Mauerparkverteiler einzutragen.
Der Stadtentwicklungsausschuss Mitte vertagte die Entscheidung über den Mauerpark auf den Januar 2010. Die Verordneten der CDU, sowie die der Linken verdeutlichten die hohe Wichtigkeit der Fertigstellung des Mauerparks nach den ursprünglichen Plänen, indem sie bereit gewesen waren dem Antrag des Verordneten Sven Diedrich zuzustimmen. Dieser forderte eine Ablehnung der Bebauung, sowie eine Vollendung des Grünzuges.
Die Verordneten von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen bezogen in dieser Sitzung noch keine eindeutige Stellung zum Thema, jedoch deutete sich an, dass die gesamte Fraktion der SPD Mitte hinter einer Bebauung des Mauerparks nach den Plänen Gothes zu stehen scheint.
Daher bitten wir die Verordneten von Bündnis 90 / Die Grünen im Bezirk Mitte, im Januar für den Antrag zu stimmen und nicht eine bürgerunfreundliche Beschlussfassung zu treffen, nur um die Kooperation mit der Fraktion der SPD auf Bezirksebene vorranzutreiben.
(14.11.09)
Mauerpark für Alle - Fette Demo!
Ca. 2500 Teilnehmer folgten dem Aufruf zur Demo gegen die vom Bezirksamt Mitte und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aufgeworfene Bebauung des Mauerparks. Besonders auffallend war dabei das sehr breit gestreute Spektrum von Demoteilnehmern. Von Familien über Künstler, Jugendliche, Gewerbetreibende, Politiker, Punks und sogar bis hin zu Rentnern waren alle vertreten, denen der Mauerpark irgendwie am Herzen liegt.
Treffpunkt war 16 Uhr direkt am Eingang des Mauerparks. Von dort aus zogen wir dann in einem bunten und lauten Mob Richtung Rotes Rathaus. Drei Lautstärkerwagen sorgten dabei für die notwendige Unterstützung sodass wir alle in den Genuss von spaßiger Demomusik und inhaltlich sehr vielfältigen und klaren Redebeiträgen kamen. Bei den Redebeiträgen wurden wir dabei auch von externen Initiativen und Organisationen unterstützt. So gab es Redebeiträge von Vertretern von: Bürgerverein Gleimviertel, BI Mauerpark (von 1990), BUND, Anliegerinitiative Marthashof, Mieten-Stopp Bündniss, der Künstler- und Kultur Initiative Megaspree, Bürgerinitiative Stadtring Süd sowie einem Vertreter des Bürgerforums Mitte und Kummerpunkt Brunnenviertel, die sich alle deutlich für eine vollständige Fertigstellung des Mauerparks aussprachen
Angeführt wurde die Demo von einer lautstarken Trommlergruppe von Kindern der freien Schule am Mauerpark und anderen gleichaltrigen wütenden Symphatisanten, die lautstark die versprochene fertige Spielwiese für sich und ihre Freunde einforderten.
Zur Abschlusskundgebung vor dem roten Rathaus wuchs der Demozug dann auf seine Höchstzahl und die Demo erlebte ihren Höhepunkt, durch Reden von einem Vertreter der Northeast Antifa, Pankows Baustadtrat Michail Nelken, dem Berliner Abgeordneten Andreas Otto, Heiner Funken vom Bürgerverein Gleimviertel, einem Grußwort von Klaus Lemmnitz (BI Mauerpark) und der Vosifa. Baustadtrat Nelken wies dabei die Pläne der Bebauung für das Mauerparkareal zurück und verwies auf den Flächennutzungsplan, sowie den Koalitionsvertrag von 2006, in dem der Fertigstellung des Mauerparks bereits eine sehr hohe Bedeutung zugeschrieben wurde. Ebenso bekräftigte er, dass sich die Pankower BVV bereits eindeutig für eine vollständige Fertigstellung des Parks positioniert hat. Andreas Otto stellte dazu noch den Zusammenhang zu sowieso schwindenden Grüns in der Innenstadt und der Parkfunktion als wichtige Frischluftschneise her.
Wir hoffen wir konnten dem amtierenden Bürgermeister Herrn Wowereit ein klares Zeichen setzen, dass eine Bebauung des Mauerparks mit den Bürgern Berlins nicht zu machen sein wird. Wir übergaben einer Angestellten des Rathauses einen offenen Brief an ihn, der die klare Aufforderung enthält die eigentlich zuständige Bausenatoring Frau Junge Reyer (SPD) zurechtzuweisen, bereits beschlossene Tatsachen des rechtlich verbindlichen Flächennutzungsplanes Berlin auch umzusetzen. Das Mandat für den Berliner Senat ist also ganz klar.
Keine Bebauung des Mauerparks und das Einhalten des Versprechens von einem 14 Ha großen Mauerpark. Etwas anderes wird mit uns nicht durchsetzbar sein.
(27.09)
Protestfest war ein voller Erfolg
Mit dem Protestfest am letzten Sonntag im September haben die Anhänger, Nutzer und Verbündete des Mauerparks noch einmal deutlich gezeigt, dass der Bezirk /Senat mit einer Bebauung erst einmal an Ihnen vorbei muss, um den Mauerpark wirklich bebauen zu können. Nach Polizeischätzungen besuchten das Fest ca. 9000 Leute. Hierbei sah man deutlich genug, dass die Ablehnung der neuen Pläne überwältigend ist, und keiner Bock hat sich seinen Park durch gebrochene Versprechungen nehmen zu lassen.
Für musikalische Höhepunkte sorgten dabei das Bühnenwunder vom Prenzlauer Berg Jenz Steiner, S-Rok, Rob Longstaff und die Bands Frag Frank und Robert Lee and the Frees. Unter den Rednern waren zahlreiche Vertreter von noch fast zahlreicheren Initiativen, die sich schon seit mehreren Jahren für den Mauerpark und seine Fertigstellung einsetzen. Die inhaltlichen Aspekte und die deutlichen Stellungnahmen, eine Bebauung keineswegs zuzulassen sollten dabei sehr gut rübergekommen sein.
Für ein weiteres Highlight sorgte Dr.Motte zum Schluss der Versammlung, indem er gewohnt zum tanzen anregende elektronische Musik mit seinem Redebeitrag vor ca. 2500 verbliebenden Leuten verband, und Zuhörer übereinstimmend zum jubeln sowie zum tanzen bewegte. Ein Ende der Gentrifizierung und ein Ende der Zerstörung der berliner Kulturflächen- und Freiräume wurde dabei als Forderung am lautesten unterstütz.
Der Initiativkreis hofft, dass er mit diesem Fest noch mehr Anhänger des Parks auf die Problematik aufmerksam machen konnte, dass jeder Spaß hatte und wir uns hoffentlich am 25.11. zur Demo zum Stadtentwicklungsausschus Mitte, wo die Entscheidung über die neuen Pläne gefällt wird, wiedersehen. Mauerpark Fertigstellen - Keine Bebauung des Mauerparks !
(15.09.)
Aktuelle politische Stellungnahmen
Auf der erst vor kurzem vom Bürgerverein Gleimviertel organisierten Podiumsdiskussion sprachen sich bereits die vier anwesenden Bundestagstagsdirektkandidaten für Pankow Gottfried Ludewig (CDU), Heiko Thomas (Bündnis 90/ Die Grünen), Martin Lindner (FDP) und Stefan Liebich (die Linke) für eine Fertigstellung des Mauerparks, auf die ursprünglich geplante Größe aus.
Die Anfragen für die Direktkandidaten in Mitte laufen dabei.
Offizielle Stellungsnahmen von Vertretern von Bündnis 90 / Die Grünen, der Linken und des CDU Ortsverbands Bernauer Straße zeigen dabei deutlich dass die Fertigstellung des Mauerparks eine hohe Wichtigkeit hat und die Bebauung abgelehnt wird.
Das lässt nur hoffen, das bei so deutlichen politischen Bekenntnissen auch dementsprechend gehandelt wird.
Breite Ablehnung der Pläne beim Kiezgespräch mit dem zuständigen Baustadtrat Ephraim Gothe
Kontroverse Diskussionen gab es am 9.September über die neuen Pläne für den Mauerpark zwischen Herrn Baustadt Gothe und betroffenen Bürgern. Zahlreiche Anwohner, Anhänger des Mauerparks, aber auch Kinder der freien Schule am Mauerpark, die gegen eine Bebauung ihres Spielplatzes demonstrierten, waren anwesend.
Als eine 10-jährige Schülerin völlig überraschend der gesamten Runde vorschlug, über die Bebauung des Mauerparks abzustimmen, wurde die überwältigende Mehrheit gegen eine Bebauung deutlich, wobei es nur drei Gegenstimmen gab, darunter Gothe selbst.
Dazu verteidigte er die Pläne mit dem Gedanken der Aufwertung des Brunnenviertels und ließ deutliche Gegenargumente weitestgehend an sich abperlen. Den Hinweis auf wesentliche politische Versäumnisse in der Vergangenheit räumte Gothe jedoch ein.
Die Entscheidung über die Pläne wird am 4. November im Stadtentwicklungsausschuss Mitte getroffen. Wir appellieren dabei an die Fraktionen, das immense öffentliche Interesse einer vollständigen Fertigstellung des Mauerparks anzuerkennen und gegen eine Bebauung zu stimmen.
Tiere für den Mauerpark - Bildhauerworkshop auf der Jugendfarm Moritzhof für Kinder ab 10 Jahren am 25. August
Am Bildhauerworkshop „Tiere für den Mauerpark“ am 25. 8. auf der Jugendfarm Moritzhof haben fünf Kinder, drei Mädchen und zwei Jungs im Alter zwischen 11 und 13 Jahren teilgenommen. Wir, die bildhauerischen Betreuer, Jutta Stern und Günni Fritz, und die Kids hatten viel Freude an der Arbeit. Doch anstrengend war es für uns alle. 7 Stunden bei großer Hitze, nur unterbrochen von kurzen Pausen, haben unsere kleinen Bildhauerinnen und Bildhauer durchgehalten.
Das Ergebnis hat uns alle überrascht und erst recht die Eltern, die kaum glauben konnten, was ihre Kids an diesem Tag geleistet hatten: aus großen Yton-Klötzen haben die jungen Talente fünf wunderschöne Skulpturen herausgehauen, eine Schildkröte, eine Schlange, einen Igel und zwei Eidechsen. Auf das Ergebnis sind wir natürlich alle sehr stolz und freuen uns schon darauf, die Skulpturen am 9. November auf dem Moritzhof der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Der 3D-Spezialist Jan-Philipp Jähnke hat für die Freunde des Mauerparks e.V. den aktuellen Bebauungsplanung der Vivico klar ins Bild gesetzt. Die Pläne der Vivico sehen einen 6-7 geschossigen, ca. 30m breiten Gebäuderiegel vor, der unmittelbar im Mauerpark stehen soll.
Für die Freunde des Mauerparks e.V. sowie für die Initiative Mauerpark Fertigstellen ist diese Planung ein Horror-Szenario und stellt die weitere Zukunft des Mauerparks - wie wir ihn kennen und lieben - in Frage.
Klickt am besten einfach auf die einzelnen Bilder und verschafft euch selbst einen Eindruck.
(19.08.)
Jenz Steiner singt für den Mauerpark
Es wurde auch langsam Zeit, dass das Bühnenwunder aus dem Prenzlauer Berg Jenz Steiner ein Lied über den Mauerpark mit aktueller Problematik macht. Das Instrumental ist von Drumkid.
Genießt den Song, der bald auch als Download zur Verfügung stehen wird. Jeder von uns sollte Stadtplaner und Senator sein :).
Die erste Visualisierung der Vivico-Pläne, umgesetzt von David Baumgarten. Die Visualisierung zeigt dabei sehr gut die Art und das Maß der Bebauung, so wie sie höchstwahrscheinlich umgesetzt werden würde. 6-7 geschossige Stadthäuser mit Balkons, Wohnzimmern und Schlafzimmern direkt im Mauerpark. Nutzungskonflikte sind hier schon visuell erkennbar. Gut dargestellt wird ebenfalls, die Wirkung des Mauerparks als Vorgarten der eventuell entstehenden Häusern hat. Die Häuser muss man sich bei wirklicher Umsetzung der Pläne noch ca. 15 - 20 Meter weiter nach hinten gerückt vorstellen. Die Privatgärten, würden dazu noch einmal ca. 1 Hektar der von Gothe angepriesenen Grünfläche des Mauerparks nehmen.
Die zweite Visualisierung ist von Jan Phillip Jähnke. Diese Visualisierung zeigt das Bild der realistischen Umsetzung der Vivico Pläne in 3D und spiegelt das Szenario der Bebauung sehr gut wieder. Ebensogut stellt sie die Entwicklung des bunten Mauerparks in ein sehr tristes und kaltes kulturelles Brachland dar, das von den direkt im Park liegenden Neubauten verschattet wird.
Bitte machen Sie sich selbst ein Bild dieser geplanten Missachtung des historischen Mauerstreifens. Das hohe öffentliche Interesse am Kulturgeschehen im Mauerpark wird mit Füßen getreten. Die geplante Luxuswohnbebauung würde dazu eine soziale Mauer zwischen Wedding und Prenzlauer Berg schaffen. Dies würde zu erheblichen Mietpreiserhöhungen im Brunnenviertel führen. Daraus würde eine Verdrängung der jetzigen sozialen Schichten folgen (Gentrifizierung).
(21.06.)
Graffiti gegen die Bebauung des Mauerparks
An einem zum Glück sonnigen Sonntag zog es hunderte Schaulustige an die Mauer des Mauerparks, um den Künstlern bei der Gestaltung ihrer Werke zuzuschauen. Die dabei durchaus sehr sehenswerten entstandenen Bilder sind in der Galerie zu begutachten.
Dies sind die aktuellen Standpunkte zur Thematik Mauerpark:
Die Berlin-Politiker Andreas Otto und Frank Bertermann (beide Bündnis 90 die Grünen) richteten jeweils eine kleine Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin und an die Abteilung für Stadtentwicklung vom Bezirksamt Mitte.
Der vorherige Bauentwurf für den Mauerpark des Bezirksamts Mitte
Unten ist der Bauentwurf des Stadtrats für Stadtentwicklung Mitte, Ephraim Gothe (SPD) für den Mauerpark aus dem Jahr 2007 zu sehen.
Schon dieser Entwurf sah eine Umwidmung von 35.000 m² des ursprünglichen Parkareals als Bauland vor. Auch damit wären die Zeiten des Flohmarkts beendet gewesen und das parkverträgliche Gewerbe hätte weichen müssen.
Bereits damals sagten wir: Bravo, Herr Gothe! Profitabler und effizienter kann man eine geplante Freizeit- und Erholungsfläche und historisch wichtiges Grenzgebiet gar nicht gestalten.